Mittwoch, 10. März 2010
Tourismus in Zeiten des Bebens
Was Sektschlürfen mti dem Erdbeben in Haiti zu tun hat, das ist im neuen Newsletter des TourismWatch nachzulesen. Pünktlich zur Internationalen Tourismus Fachmesse (ITB), die in Berlin eröffnet wurde, thematisiert und problematisiert der Informationsdienst TourismWatch Strukturen, die (verdammt nochmal) auch zu kritiserten sind! Über Tourismus darf heute nicht mehr länger gesprochen werden, ohne dass über Nachhaltigkeitspolitiken informiert wird. Die im Postkolonialismus sichtbar gewordene Ambivalenz des Reisens als andauernde Gefahr des AndersMachen kann zwar kaum gelöst werden, doch kann die Verantwortung der am Tourismus partizipierenden Unternehmen durch das Entwickeln von ethischen Qualititätsstandarts verbessert werden.
Montag, 8. März 2010
Sonntag, 7. März 2010
die Welt empfangen
Mit Bestenlisten ist das so eine Sache: da kommt ein(e) Literatur-Interessentin/ Interessent in eine Buchhandlung (ob virtuell oder real spielt keine Rolle), sucht Inspiration für ihre/seine Kaufentscheidung, die im Besten Falle dazu führt, dass dieser Roman oder Thriller, diese Biografie oder Geschichte auch gelesen wird ... und trifft auf Bestenlisten. Manche Buchhandlungen verwenden heute in ihren Regalen ein Ordnungssystem der Bestseller, welches nicht transparent macht, nach welchen Kritikerien hier sortiert wurde. Nicht wenige greifen einfach auf Fremdlisten zurück, und machen beispielsweise die Spiegel-Bestseller zu ihrer eigenen. Den freuts, und tatsächlich hat das Magazin nach eigener Aussage "die Bestsellerlisten zuerst 1961 veröffentlicht und sie in Deutschland bekannt gemacht". Es geht also um das Verkaufen, um das Beste sellen, oder, um es mit den Worten des Spiegels zu sagen:
Eine alternative Bestenliste ist der "Weltempfänger" - schon die Selbstbeschreibung der Liste macht Neugierig auf ein überraschend Anderes auf dem deutschsprachigen Buchmarkt:
"Die elektronische Abfrage garantiert ein sehr genaues Bild des effektiven Marktgeschehens und spiegelt die Abverkäufe im Buchhandel mit einem Zeitabstand von nur wenigen Verkaufstagen."Doch wollen Leserinnen und Leser eigentlich immer die Bücher, die am meisten verkauft wurden? Wie hoch ist hier der persönliche Mehrgewinn? Und welche Auswirkungen hat es, wenn eine noch unentschlossene Kundin in der Buchhandlung mit der Bestenliste konfrontriert zu "Frau-Deutsch/Deutsch-Frau" greift oder ein unentschlossener Kunde nun gefragt wird, "Warum Männer immer Sex wollen und Frauen von der Liebe träumen"?
Eine alternative Bestenliste ist der "Weltempfänger" - schon die Selbstbeschreibung der Liste macht Neugierig auf ein überraschend Anderes auf dem deutschsprachigen Buchmarkt:
"Unbekannte Stimmen hörbar zu machen und Nebenwege durch die Überfülle der Neuerscheinungen zu erschließen, hat sich „Weltempfänger“ zur Aufgabe gesetzt. Auf der Grundlage der Arbeit der Litprom (Gesellschaft zur Förderung von Literatur aus Afrika, Asien und Lateinamerika e. V.) nimmt diese alternative Bestenliste all jenes wahr, was nicht im eigenen Garten wächst und geläufig ist."Dass jenseits der Metropolen Entstandene darf dabei aber nicht in einem Raum des Otherings verharren. Zu Recht macht der Vorsitzende der Weltempfänger-Jury, der Schriftsteller Ilja Trojanow, darauf aufmerksam, dass kulturelle Innovation oft in den Peripherien entstehe. Diese Liste ist etwas für Menschen, die den ästhetischen Zug in die Zukunft nicht verpassen wollen!
Samstag, 6. März 2010
Trendiges
Von Zeit zu Zeit sind kleine, lokal begrenzte Zeitungen wahre Fundgruben und Balsam auf postkoloniale Seelen. So steht in der Badischen Zeitung, Kolonialismus und Postkolonialismus seien wissenschaftliche Trends der vergangenen Jahre, auch das Themenfeld Körper als Schnittstellen normierender Diskurse wird genannt. Selbst wenn hier "nur" auf eine in Basel stattfindende Tagung hingewiesen wurde, so bedanken sich die Buchstaben, dass sie schwarz auf weiß nebeneinander stehen durften...
Freitag, 5. März 2010
Quoten
In dem einen Land lehnt die Familienministerin Frauenquoten ab - in dem anderen Land wird die Frauenquote neu eingeführt. In dem einen Land ist der Ministerin die Hälfte der Macht keinen Cent mehr wert - in dem anderen Land muss künftig jedes vierte Parlamentsmandat mit einer Frau besetzt werden. Das eine Land ist Deutschland. Das andere Land ist der Irak. Allerhöchste Zeit, Selbst- und Fremdkonstruktionen emanzipierter Staatlichkeit zu überprüfen!
Chili
Chili-Schokolade? Sowas von vorgestern! Chili-Duschgel? Sowas von gestern. Heute gibt es Chili-Lakritz..
Donnerstag, 4. März 2010
Mittwoch, 3. März 2010
Dienstag, 2. März 2010
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